Die 7 besten Strategien, um nachts das Gedankenkarussell zu stoppen

Liegen Sie öfter mal nachts wach? Und vielleicht quälen Sie dabei negative Gedanken, die nicht enden wollen? Die Sie wie ein Schraubstock gefangen halten? Wie ein sich endlos drehendes Gedankenkarussell und Sie denken nur noch: „Wie kann ich bloß dieses Gedankenkarussell stoppen?“ Eine Spirale aus Vorwürfen, ungeklärten Themen und Konflikten?

Vor allem ist es ja so, dass viele Themen nachts wie riesenhafte Probleme erscheinen, die tagsüber nüchtern betrachtet längst nicht so schlimm sind. Stimmts?

Da stellt sich mir die Frage: Warum tut unser Kopf sowas? Das fühlt sich doch manchmal an wie ein schlechter Scherz. Denn selbst wenn man sich dann selbst vorsagt: „Das ist nicht so schlimm.“ Oder „Bei Licht sieht die Welt wieder ganz andersund viel besser aus.“, kann oft der Verstand gegen die Grübeleien und die Gedankenfalle nix ausrichten. Und Lösungen scheinen ferner denn je. Geradezu unerreichbar zu sein. Und es ist verrückt, wie kreativ ein Kopf in solchen Situationen dann auch wirklich sein kann. Er kommt auf unmögliche Ideen und Szenarien, die einem in wachem Zustand wohl nie in den Sinn kämen…

Woher kommt es aber, dass das Gedankenkarussell zu stoppen so immens schwer ist?

Woher kommt Grübeln überhaupt? Grübeln ist vereinfacht erst mal nichts anderes als starkes Nachdenken. Wenn Sie also viel Grübeln zeugt dies von ziemlicher Intelligenz, denn bei Menschen, die nicht so viel nachdenken, kreist das Gedankenkarussell meist überhaupt nicht, weil sie sich einfach über viele Dinge keine Sorgen oder Gedanken machen (ist irgendwie besser, oder?).Verstärktes Grübeln tritt oftmals mit unverarbeiteten Themen gemeinsam auf. Wenn einen etwas sehr beschäftigt und nicht loslässt, gerät dieses Thema dann immer wieder auf den Bildschirm. Und gerade nachts ist Mensch dafür sehr anfällig. Problematisch wird es, wenn man aus dieser Spirale nicht mehr herauskommt und logische Lösungen nicht mehr auftauchen. Manchmal kann es da auch sein, dass Menschen direkt Panikattacken oder auch Angst aus diesen Gedanken heraus bekommen. Die Gedanken nehmen allen Raum ein und mit Logik ist dann nichts mehr zu machen. Das ist ein sehr mächtiges Gefühl.

Sollte dieser Zustand länger andauern, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen und Hilfe annehmen.

Was kann man gegen Grübeleien und kreisende Gedanken tun?

Und ein ständig kreisendes Gedankenkarussell ist problematisch und durchaus schädlich für die Gesundheit. Denn wer nachts ausgiebig grübelt, kann dabei nicht schlafen und auch nur schlecht und nach langer Zeit wieder einschlafen. Über kurz oder lang kommt es zu Übernächtigung und zu geringen Schlafstunden, die zu Tagesmüdigkeit führen, was zu verminderter Leistungsfähigkeit, Unausgeglichenheit und sogar einem wenig schlagkräftigen Immunsystem führen kann.Es hat auch Einfluss auf die Herzfrequenz, die sich erhöht oder sogar unregelmäßig wird. Fazit: Der Körper ist höchstem Stress ausgesetzt und kommt immer schwerer zur Ruhe.

Was könnten Sie also tun, um das Gedankenkarussell zu stoppen?

Der Körper ist voll im Stress und da ist es ganz schön schwer herauszukommen und dann vielleicht sogar Techniken anzuwenden. Ich habe hier verschiedenste Ideen zusammengetragen, wovon Ihnen hoffentlich die eine oder andere helfen wird:

Strategie 1: Der Klassiker – notieren Sie sich Ihre Gedanken

Schreiben Sie auf, was Sie quält, was Ihr Gedankenkarussell antreibt. Das befreit und löst hoffentlich dann die Gedanken auf. Hier gibt es ganz wunderschöne Tagebücher, die allein schon Freude machen, wenn Sie auf dem Nachttisch liegen. Probieren Sie dabei aus, was Ihnen besser bekommt: Regelmäßig schreiben und eine gute Routine bekommen, oder einfach dann schreiben, wenn Ihnen danach ist. Beziehungsweise in der Nacht bei Grübeleien auch einfach mal den Stift zücken und die Sorgen an das Buch abgeben. Kennen Sie 5-Jahres-Tagebücher?

Strategie 2: Halten Sie Musik oder einen Podcast in Reichweite

Falls Sie alleine im Raum schlafen, machen Sie das Radio an oder Ihre Lieblingsmusik, die beruhigend auf Sie wirkt. Am besten dann einen Timer stellen, damit Sie nicht darauf achten müssen, das Gerät wieder auszuschalten. Wenn Sie mit Partner im Raum schlafen, gibt es auch hervorragende Geräte, die per Kopfhörer funktionieren und zum Einschlafen gemacht sind. Beispielsweise eine Kombination aus Schlafmaske und Kopfhörern. Das ist großartig und lullt so schön ein. Ebenso wirkt ein langweiliger Podcast einschläfernd und ablenkend. Diesen sollten Sie allerdings vorher vorbereitet haben, da dies sonst nachts überwach macht und eventuell nervig ist, wenn es nicht auf Anhieb klappt.

Strategie 3: Atmen, meditieren oder einen „Kurs machen“

Atmen und meditieren. Das ist zwar ein alter Hut, hilft aber. Man beispielsweise einfach beim Atmen nur ans Atmen denken. Vielleicht haben Sie einen gut duftenden Zirbenwürfel am Bett stehen. Es kann hilfreich sein, auch einfach an den guten beruhigenden Duft zu denken, beziehungsweise sich darauf zu fokussieren. Eine Variante dazu ist das Zählen des Atmens. Es gibt wunderbare Einschlafmeditationen, die einen sanft in den Schlaf bringen und die man später auch ohne Anleitung selbstständig durchführen kann. Hier finden sie Vorschläge zu diversen Einschlafhilfen.

Strategie 4: Positive Gedanken

Immer wieder üben. Denn nur so prägt sich etwas ein. Denn mensch benötigt 5 positive Impulse, um eine negative Sache auszugleichen. Daher sollten Sie positive Gedanken üben, damit Sie sie in der Nacht dann greifbar haben. Vielleicht auch schon tagsüber zu Recht legen, damit Sie nachts dann eben auch auf diesen Gedanken kommen. Wie beispielsweise: „Ich bin gut genug.“ Oder „Ich bin gesund.“ Oder was eben für Sie passt. Üben! In die gleiche Richtung gehen Achtsamkeit und Dankbarkeit. Auch das kann man trainieren. Hier finden Sie auch einen Kurs in diese Richtung.

Strategie 5: Aktivität

Wenn gar nichts mehr hilft. Sie sich ängstigen oder überhaupt nicht zur Ruhe kommen. Dann stehen Sie auf. Gehen eine Runde durchs Haus oder durch die Wohnung. Trinken einen Schluck Wasser und vielleicht hilft Ihnen auch etwas Baldrian. Dieser hat eine gute beruhigende Wirkung und kann helfen, wieder einzuschlafen.

Strategie 6: Ablenkung

Auch Ablenkung kann dazu beitragen, das Gedankenkarussell zu stoppen. Sie könnten ganz simpel lesen oder auch eine Art Sternenhimmel an Ihre Decke projizieren. Oder wie wäre es mit Hörbüchern oder ganz simpel Amazon Prime?

Strategie 7: Gewöhnen Sie sich „Routine Gedanken“ an

Dies ist meine persönliche Lieblingsstrategie: Versuchen, den Gedankenstrom zu unterbrechen und die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken. Auf etwas, das am Besten total banal ist. Wie wiederkehrende Tätigkeiten beispielsweise beim Lieblingshobby. Oder Rezepte in Gedanken nachkochen. Das bündelt die Aufmerksamkeit, lenkt ab und macht auch noch müde. Die Devise heißt Ablenkung: Denn je lauter die Gedanken sind, desto mehr Aufmerksamkeit bekommen sie auch. Ähnlich wie bei schreienden Kindern…

Zum Schluss ein Zitat, das manche von Ihnen vielleicht schon kennen. Es ist aber sogut und so treffend, dass ich es sehr gerne in meinem Blogbeitrag verwenden wollte:

Grübeln ist wie Schaukeln: Man bewegt sich, kommt dabei aber nicht von der Stelle. (Phil McCraw)

Manchmal hält einem auch schlichtweg Hitze im Raum oder ein schnarchender Partner vom Schlafen ab und man gleitet in Grübeleien hinein. Oder das Kissen passt nicht zu den Schlafgewohnheiten. Probieren Sie doch einfach mal Kirschsaft zum Einschlafen oder schauen bei meinen anderen Blogartikeln vorbei.

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4 comments

  1. Avatar

    Danke für die Zusammenfassung. Den ein oder anderen Trick habe ich schon ausprobiert und war erfolgreich damit. Im Moment gefällt mir Hörbuch-Hören am besten um das Gedankenkarusell zu unterbrechen.

    • Astrid

      Hi
      das freut mich sehr, wenn Du für Dich eine Lösung gefunden hast und das Hörbuch-Hören mal ein Anfang ist.
      Beste Grüße Astrid

  2. Avatar

    Hallo Astrid,
    das ist eine gute Zusammenfassung. Ich selbst bringe mich seit Jahren wieder zur Ruhe durch Schreiben und die Mediation, die ich mir „ins Ohr stecke“. Ich kann deine Tipps nur bestätigen und empfehlen. Wenn es gar nicht geht, helfen Tees oder Baldrian/Lavendel am Anfang bestens. Zumindest ist das meine Erfahrung.

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